1869 wurde der ungewöhnlich konstruierte Caféhaus-Pavillon von Otto Goetze errichtet und nannte sich nach seinem damaligen Besitzer „Café Robby“. 1876 verpachtete Robby das Café an Wilhelm Gierke und neun Jahre später an Wilhelm Kröpcke, der auch Pächter blieb, als Gierkes Erben das Grundstück an den Magistrat verkauften. Hinter dem Gebäude lag der Cafégarten, der 2.500 Menschen Platz bot.
Bereits 1872 zockelte die erste Pferdebahn am neuen Café vorbei, und ein Jahrzehnt später stand es, nachdem die Durchbrüche zur Karmarsch- und Grupenstraße die Bahnhofstraße zum Altstädter Markt geöffnet hatten, an der bedeutendsten Straßenkreuzung des modernen Hannovers.
Die Kröpcke-Uhr, die Hannovers Bürger 1885 als „Wettersäule“ gestiftet hatten, wurde bis heute zum beliebtesten Treffpunkt der Stadt.[...]
Vor allem in den Zwanziger Jahren spielte sich an diesem Platz das kulturelle Leben der Stadt ab. (Hier soll auch der Massenmörder Fritz Haarmann seine späteren Opfer angesprochen und abgeschleppt haben.)
Im zweiten Weltkrieg wurde der Platz zerstört. Seinen Namen Kröpcke erhielt er offiziell erst 1948 – nach dem Pächter des 1869 gegründeten Cafè Robby. Seit 1971 ist der Kröpcke nur noch Fußgängern zugänglich. Sitzt man heutzutage im Sommer vor dem Mövenpick am Kröpcke, muss man feststellen, dass es der umliegenden Bebauung an Charme mangelt.
Die schlimmsten Sünden sind der 1970 erstandene Betonklotz, der heute Peek & Cloppenburg beherbergt und die unschön mit Beton eingefasste, offene Zugangsebene zur Stadtbahn – das Kröpcke-Loch. Allenfalls die Kröpcke-Uhr, eine vereinfachte[...]
Samstag nachmittag war ich mit meiner Freundin am „Ernst August“ verabredet – also „unterm Schwanz“, wie hier Eingesessene abkürzend formulieren. Für Nicht-Hannoveraner: Damit ist der Schweif des edlen Rosses der Ernst-August-Statue am Hauptbahnhof gemeint.
Ausnahmsweise sogar einmal überpünktlich, wartete ich gerne ein paar Minuten. Denn es war ein herrlicher Tag! Temperaturen um die 24° C, Sonnenschein und ein leichter Wind. Also ein richtig warmer, sommerlicher Frühlingstag… Und die Hannoversche City war hübsch anzusehen mit ihren grünen Anpflanzungen und bunten Blumenkübeln.
Alles war gut, nur dass Maria nicht so rechtzeitig wie gewöhnlich an verabredeter Stelle war, irritierte mich. Zehn Minuten später klingelte das Handy, und meine Freundin verkündete, dass sie bereits einige Zeit vor[...]
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