1869 wurde der ungewöhnlich konstruierte Caféhaus-Pavillon von Otto Goetze errichtet und nannte sich nach seinem damaligen Besitzer „Café Robby“. 1876 verpachtete Robby das Café an Wilhelm Gierke und neun Jahre später an Wilhelm Kröpcke, der auch Pächter blieb, als Gierkes Erben das Grundstück an den Magistrat verkauften. Hinter dem Gebäude lag der Cafégarten, der 2.500 Menschen Platz bot.
Bereits 1872 zockelte die erste Pferdebahn am neuen Café vorbei, und ein Jahrzehnt später stand es, nachdem die Durchbrüche zur Karmarsch- und Grupenstraße die Bahnhofstraße zum Altstädter Markt geöffnet hatten, an der bedeutendsten Straßenkreuzung des modernen Hannovers.
Die Kröpcke-Uhr, die Hannovers Bürger 1885 als „Wettersäule“ gestiftet hatten, wurde bis heute zum beliebtesten Treffpunkt der Stadt.[...]
Die abwechslungsreiche Geschichte des Hotels beginnt im Jahre 1856, als der aus Kohlenfeld bei Wunstorf stammende Heinrich Kastens in unmittelbarer Nähe zum königlichen Hoftheater, nämlich in der Theaterstraße 9, ein Haus erwarb, es elegant einrichtete und in den folgenden Jahren zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Hannover führte. Auch Kaiser Wilhelm II. stieg stets im Luisenhof ab, wenn er in Hannover weilte.
Nach dem Tode Heinrich Kastens setzte sein Sohn Friedrich den Hotelbetrieb fort. Zunächst wurde die ganze Fassade im Jahre 1906 im Jugendstil umgestaltet und mit dem Neubau des zweiten Hauses in der Luisenstraße begonnen. Zwischen 1914 und 1916 entstand dort ein weiteres komfortables Hotel mit 130 Betten in Bahnhofsnähe. Alles, was in jenen Jahren bis zum Ausbruch des 2.[...]
Die schnelle Aufwärtsentwicklung des städtischen Wirtschaftslebens nach 1870 führte im Georgstraßenbereich dazu, dass die Bebauung um 1880 geschlossen und viele vor der Jahrhundertmitte errichteten Bauten wie z.B. die große Kaserne oder das Polytechnikum durch wirtschaftlich zu nutzende Bauten ersetzt wurde. Dennoch behielt die Georgstraße, vor allem in ihrem vornehmen Bereich, viel von dem ihr einst 1822 nach der Schleifung der Stadtwälle zugedachten Promenadencharakter bei, was nicht zuletzt den ausgedehnten Grünanlagen in diesem Abschnitt zu verdanken war.
Die Grünanlagen am Aegi, Georgs- und Theaterplatz gehörten zu den ersten Gestaltungen des städtischen Gartenamtes, das 1880 eingerichtet worden war.
Diese Schmuckplätze entlang der Georgstraße glichen kleinen Parkanlagen, die zum[...]
Die Inschrift mit dem berüchtigten hannoverschen Genitiv „Dem Landesvater sein treues Volk“ nimmt kaum jemand zur Kenntnis, wenn vielleicht auch die Formulierung „Wir treffen uns unterm Schwanz von Ernst August seinem Pferd“ die damalige Widmung rechtfertigt.
Im Grunde ist die Platzierung des Reiterdenkmals vor dem Bahnhof der reinste Hohn. Zu Beginn seiner Regierungszeit (1837) sagte Ernst August noch, dass er keine Eisenbahn in seinem Lande dulden würde, weil er nicht wolle, dass jeder Schuster und Schneider so rasch reisen könne wie er. Zehn Jahre nach seinem Tode wurde 1861 das Denkmal auf dem Bahnhofsvorplatz errichtet.
Es ist bezeichnend, dass er dem Bahnhof, den er nicht gewollt hatte, den Rücken kehrt und in der Uniform des Gardehusaren als anachronistisches Relikt verhaltenen[...]
Zwar war man hinterher nicht mehr uneingeschränkt gesellschaftsfähig, aber das war die Sache allemal wert. Hatte man etwas mehr Zeit, dann konnte man hinten im Restaurant in angenehm maritimer Atmosphäre gepflegt köstlichen Fisch speisen und einen ordentlichen Riesling dazu trinken. Doch was musste ich dieser Tage mit blankem Entsetzen wahrnehmen? Wo dieser Fischtempel bis vor kurzem war, nämlich unter Gleis 13, steht nun ein Bauzaun. Plakate verkünden, dass an selbiger Stelle demnächst eine Nordsee-Filiale eröffnen wird. Das wäre ungefähr so, als ob in München an der Stelle von Dallmayr ein Aldi oder ein Kochlöffel-Grill aufmachen würde.
Also: Wer immer das Verschwinden von Gosch aus dem Bahnhof zu verantworten hat, dem sei gesagt … okay, ich behalte meine Gewaltphantasien für mich und[...]
Die Glasbrücke, die den Kubus mit der Volkshochschule verbindet, ist gleichzeitig auch der Verbindungsgang zwischen Ausstellungsraum und Vortragssaal. Diese Kombination ist geradezu prädestiniert, Eröffnungsveranstaltungen mit großem Publikumsandrang bewältigen zu können.
Die 340 qm große Präsentationsfläche mit ihren vier Meter hohen Wänden eignet sich genauso hervorragend als Darstellungsraum spektakulärer Ausstellungen wie die untergeschossigen Räumlichkeiten, die häufig für kleinere Kunst-Events genutzt werden.
Das Kulturbüro der Landeshauptstadt als Veranstalter legt einerseits besonderen Wert auf die Präsentationsmöglichkeiten junger KünstlerInnen, Ateliergemeinschaften oder Künstlergruppen als auch andererseits auf die Zusammenarbeit mit Hannovers Partnerstädten und deren Kunstszenen.[...]
Im Westen bildet das Hohe Ufer und der Klostergang mit der Leine eine natürliche Barriere, Burg- und Knochenhauerstraße lenken den Verkehr nur in Richtung Schloß- bzw. Leinstraße, so dass das Karree mit dem Goldenen Winkel, der Kreuzstraße und dem Trollmannweg eine ruhige Wohninsel bildet.
Nur wenige Hannoveraner kennen die nachts geschlossenen kleinen Schleichwege, die einerseits direkt vom Marstall-Kiez, andererseits von der schmalen Burgstraße zur Kreuzkirche führen.
Die Kirche, die dazugehörigen Verwaltungsgebäude, ein Dutzend gut erhaltener Fachwerkhäuser und das Restaurant „Kreuzklappe“ (in den 20er Jahren eine verrufene Unterweltskneipe, in der Nazizeit ein SA-Sturmlokal) sind noch altstädtischen Ursprungs, die umliegenden Gartenhäuser sind erst in der Nachkriegszeit entstanden.
Da ich[...]
Dieses Gebäude galt als Musterbeispiel für ein im Stadtzentrum errichtetes Geschäftshaus, hinter dessen Fassade man einen städtischen Mikrokosmos vorfinden konnte, der in kleinerem Maßstab die kulturellen und geschäftlichen Angebote der City widerspiegelte.
Im Erdgeschoss standen dem Kunden die unterschiedlichsten Verkaufsläden zur Verfügung. Büroräume des Dienstleistungsgewerbes verteilten sich neben Anwaltskanzleien und Arztpraxen über die Stockwerke. Fortbildungseinrichtugen wie die berühmte Berlitz School hatten hier ebenso ihre Räumlichkeiten gefunden, wie Hannovers bekanntester Restaurations- und Vergnügungsbetrieb „GOP“.
Das „Café-Restaurant Georgspalast“ entwickelte sich bis in die Zwanziger Jahre hinein nicht nur zum beliebtesten Treffpunkt unter den hannoverschen[...]
Das Ernst August-Karree wurde in den Jahren 2002-2003 in seiner jetzigen Version erbaut. Davor war es die Königliche Eisenbahn-Direktion. Nach dem ursprünglichen Plan sollte das Gebäude der Ostflügel einer 300 Meter langen dreigliedrigen Bahnhofsanlage sein, die jedoch in dieser Form nie zustande kam. Das lichte, mit Glas überdachte Viereck ist umgeben von dreigeschossigen Wänden im Stil der Berliner Neorenaissance.
Wohltuend hell ist es da drinnen, sogar an trüben, regnerischen Tagen, und auch fast immer sehr ruhig, denn die „Ladenpassage“ besteht lediglich aus zwei Geschäften - dem von mir favorisierten Küchenladen One Kitchen und einem Geschäft für – ich nenne es mal Nippes und Krimskrams der gehobenen Klasse. Es gibt darin ein Restaurant, die Brasserie Bruxelles. Dort herrscht eine[...]
Hier schreiben Hannoveraner für Hannoveraner. Erfahrt mehr über das Leben in Hannover: über Restaurants, Lifestyle und die zahlreichen Veranstaltungen in der schönen Stadt an der Leine.