Das Pier 51 am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 51 wurde auf einem in den See ragenden Steg errichtet und bietet damit ein Ambiente, das man sonst in der Stadt nirgends bekommt. Klar, dass die beste Zeit für einen Besuch der Sonnenuntergang ist. Am besten im Sommer, wenn man draußen sitzen und zusehen kann, wie die Segler der untergehenden Sonne entgegen gleiten.
Auf der Ostseite vom Lokal kann man sich mit einem Cocktail oder einem Latte Macchiato in einen der aufgereihten Strandkörbe lümmeln und das An- und Ablegen der Segel- und Tretboote. Wenn die Takelagen im Wind klappern und die Möwen kreischen, kommt schnell maritimes Feeling auf. In der warmen Jahreszeit öffnet zusätzlich der Piergarten seine Pforten. Hier sitzt man etwas rustikaler unter Bäumen im Schatten und genießt kühle Getränke und deftige Snacks.
Auch im Winter hat das rundum verglaste Lokal seinen Reiz. Dann liegt der See still im Dunst, bevölkert von Enten, Haubentauchern und Möwen. Kein Wunder also, dass das Pier51 fast immer gut besucht ist - auch um die Mittagszeit, wenn die Krawattenträger dort einfallen. Besonders an lauen Sommerabenden geht ohne Reservierung gar nichts. Lästig ist, dass um 17.00 die Gäste trotz Öffnungszeiten von zwölf bis 24 Uhr aus dem Lokal vertrieben werden, damit das Personal die Tische für den Abend eindecken kann. Man kann dann von der Bar aus ungefähr eine gute Stunde gedeckten, aber unbesetzte Tische betrachten, ehe die ersten Abendgäste eintreffen. Ein sehr seltsamer Modus, der nicht gerade angenehm berührt.
Die Küche gibt sich modern und leicht und ist dem Ort entsprechend fisch. Das riecht man gleich, wenn man das Lokal betritt. Der Service ist gut, die Preise sind gehoben aber noch im Rahmen - das Ambiente wird hier natürlich mitbezahlt.
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